Vielfalt macht den Unterschied, hier in Neunburg v. Wald und anderswo! Priorität bekommen Landfremde.

Die Stadt Neunburg hat dem Obdachlosen Michael eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Doch darin fühlt sich der 58-Jährige ganz und gar nicht wohl.

Michael ist krank und arbeitslos. „Mir geht es nicht gut“, sagt er. Der ehemalige Gastronom ist auf einem Auge fast blind. Längere Zeit war er wegen einer Nervenentzündung im Bein im Krankenhaus in Oberviechtach, dann auf Reha in Nittenau.

Nach der Entlassung kam er für eine Weile bei einem Bekannten unter, musste dann aber ausziehen. Seitdem ist der 58-Jährige obdachlos. Die Stadt hat den früheren Pächter des Lokals „Grande“, der seit 2017 in Neunburg lebt, vor gut einer Woche in einem älteren Haus in Neunburg untergebracht. Doch die Notunterkunft hat gewaltige Mängel.

Michael ist mit seiner von der Stadt zur Verfügung gestellten Wohnung nicht zufrieden. Hier zeigt er gerade sein Schlafzimmer.

Die Stadt hat das leerstehende Anwesen vor einiger Zeit samt Mobiliar erworben.

Michael hat Angst vor dem Winter

Sorgen bereitet dem gebürtigen Nürnberger die Elektro-Installation. Michael zeigt Steckdosen ohne Abdeckung und eine offene Leitung im Bad. Das ist „lebensgefährlich“.



In die Badewanne zu steigen traue er sich auch nicht, der Rand sei für ihn viel zu hoch. Er fürchte hinzufallen und nicht mehr hochzukommen. Duschen sei deshalb momentan nicht möglich, bedauert Geist. Das Bett sei „versifft“ und durchgelegen. Waschen könne er auch nicht, es gebe keine Waschmaschine im Haus.

Die Heizung bestehe aus Holzöfen und Elektro-Radiatoren. Holz liege draußen im Schuppen. Wenn das weg sei, müsse er selbst welches besorgen, was er aber nicht könne. „Einen Winter überlebe ich hier nicht“, sagt der 58-Jährige.

Seit er das „Grande“ aus gesundheitlichen Gründen Ende Juni 2018 aufgeben habe, sei er arbeitslos gemeldet und beziehe den Hartz IV-Regelsatz von 432 Euro, sagt Geist. Er komme mit seinem Leben nicht zurecht. Deshalb sei Anfang Mai 2020 ein Betreuungsverfahren eingeleitet worden. Das ziehe sich aber hin. Aktuell warte er auf einen Gutachtertermin.

Mindeststandard ist doch gut erfüllt für einen Obdachlosen wie Michael sagt der zuständige  CSU Bürgermeister Martin Birner

Die Stadt sei nach der geltenden Rechtslage nur verpflichtet, die Unterbringung in einer


CSU Bürgermeister Martin Birner

menschenwürdigen Unterkunft zu gewährleisten, die Schutz vor den Unbilden der Witterung biete sowie Raum für die notwendigsten Lebensbedürfnisse lasse, betont Bürgermeister Martin Birner. Dabei müssten Obdachlose im Verhältnis zur Versorgung mit einer Wohnung weitgehende Einschränkungen hinnehmen.

Zur Linderung der Probleme der Unterbringung der notleidenden Asylbewerber wurde in den Gebäuden „Pfalzgrafenweg 4, 6 und 8“ im „Gewerbepark am Plattenberg“ eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber errichtet.

Schicke Flüchtlingsunterkunft in  Neunburg



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