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Zugspitze bald ohne Wetter-Beobachter

Nach fast 120 Jahren wird es keinen Bebachter des Deutschen Wetterdienstes mehr geben. Geräte übernehmen nun diese Arbeit. 
Norbert Stadler, Wetterbeobachter beim Deutschen Wetterdienst, auf der Zugspitze auf dem Dach der Wetterwarte.
Foto: Angelika Warmuth

Garmisch-Partenkirchen.Nach fast 120 Jahren zieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Beobachter von der Zugspitze ab.  

Geräte sollen weitgehend die Arbeit auf Deutschlands höchstgelegenem Arbeitsplatz übernehmen – der sogar zwei Meter höher liegt als der 2962 Meter hohe Zugspitzgipfel. Denn die Wetterstation ist seit ihren Anfängen im Jahr 1900 in einem hölzernen Turm untergebracht. 

Die Automatisierung schreite seit Längerem voran, sagt DWD-Sprecher Uwe Kirsche. Schon jetzt leiten Thermometer und Luftdruckmesser an den DWD-Wetterstationen ihre Daten digital weiter. Auch die Sonnenscheindauer und die Kraft der Strahlung werden digital erfasst. 

Satellitenbilder ergänzen die Beobachtungen. Bis 2021 sollen alle 182 Haupt-Wetterstationen des DWD automatisch laufen. 155 sind es jetzt schon, darunter die nächsthöhere Station am Feldberg im Schwarzwald. Sie liegt mit 1486 Metern halb so hoch wie die auf der Zugspitze. 

Die Zugspitze wird trotz Automatisierung nicht ohne Menschen auskommen. Die Wetterbeobachter fahren weiter täglich auf den Berg – allerdings nicht mehr in ihrer bisherigen Funktion, sondern vor allem zur Wartung der Geräte. Geschlossen werden soll die Station nicht – dort oben laufen auch Forschungsprojekte. 

Die Datenreihen von der Zugspitze zeigen nicht zuletzt den Klimawandel. Seit Beginn der Aufzeichnungen vor 118 Jahren stieg die Temperatur dort im Mittel um 0,8 Grad, wie Wetterbeobachter Norbert Stadler berichtet. Der April 2018 war 5,6 Grad zu warm, gemessen am langjährigen Mittel.

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