Kurznachrichten

"Unsere Demokratie" ist am Ende

Foto: O24


Was sagt die Wahlbeteiligung über eine parlamentarische Demokratie aus? Sehr viel! 
Aber diese geht in den letzten Jahren immer weiter zurück.Doch anstatt Politiker davon aufgeschreckt sind, argumentieren manche von ihnen damit, dass Nichtwählen auch der Ausdruck von Zufriedenheit sein könnte. Verkehrte Welt, verkehrte Wahrnehmung.


Der Wähler hat nichts zu sagen

Das Volk in Deutschland kann wahrlich nicht viel bestimmen. Nur alle vier oder fünf Jahre darf die große Masse bei Landtags- oder Bundestagswahlen ihre Stimmen abgeben und somit ein Parlament wählen, dessen Vertreter sich in wichtigen Fragen immer weiter von ihren Wählern entfernen.

Beispiele dafür gibt es genug: Euro-Einführung, Hilfspakete für bankrotte EU-Länder, Aufnahme von Flüchtlingen usw. Alles Fragen, bei denen der Wähler null Komma nichts zu sagen hatte.
Diese quittieren ihren Frust immer häufiger damit, dass sie einfach nicht mehr zu den Wahlen gehen, weil die Politkaste sowieso macht, was sie will.

Stellen Sie sich einmal vor:

  • Im Jahr 1972 lag die Beteiligung bei der Bundestagswahl noch bei 90%
  • Im Jahr 2013 gerade mal bei 71,5%.
Bei den Landtagswahlen sieht es noch viel schlimmer aus. Im Durchschnitt gehen nur noch 50% in die Wahlkabinen.

Unsere Demokratie ist am Ende

Unsere Demokratie ist am Ende. Denn die Große Koalition zwischen CDU und SPD verfügt zwar über 80% aller Bundestagsmandate, vertritt aber nur noch rund 50% aller Wahlberechtigten. Die meisten gehen nicht mehr zu den Wahlen und sind somit der größte Block. 

Doch bei der Politik regt sich nicht etwa Sorge darüber, sondern Wunschdenken. Nichtwählen kann ja auch ein Ausdruck von Zufriedenheit sein, vertreten manche die Meinung.

Ich fürchte, dass die Rechnung für eine solche Verantwortungslosigkeit in den nächsten Jahren präsentiert wird. Dann nämlich, wenn extrem rechte oder linke Parteien in die Parlamente einziehen werden.

Der Widerstand auf der Straße formiert sich und zwar in den sozialen Netzwerken, im Internet und an den Stammtischen. Unter der Oberfläche gärt es ganz gewaltig.

Lange kann Volkes Wille nicht mehr ignoriert werden … und dann …


… Gnade Politiker …

von Dr. Michael Grandt