Kurznachrichten

Bayerns Innenminister, die Kriminalstatistik und GEZ-finanzierter Fakenews-Alarm




















von Ines Laufer



Wenn ein in seiner verfehlten Politik ertappter Innenminister im Wahlkampfmodus verbal um sich schlägt und GEZ-finanzierte Schützenhilfe erhält, dann sollten bei den Menschen ganz laut die #Fakenews-Alarmglocken schrillen.

Ende vergangener Woche. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sitzt mit Schnappatmung in seinem Büro. Telefone klingeln. Journalisten. "Humbug" hört man ihn immer wieder rufen. "Humbuuuuuug!"

So stelle ich mir vor, was ich erlebt haben könnte, hätte ich als Mäuschen dem Minister einen Besuch abgestattet.

Was war geschehen?

Peter Bystron, Landesvorsitzender der AfD in Bayern, hatte dem Innenminister in einer Pressemeldung die polizeiliche Kriminalstatistik des letzten Jahres als eine "Bilanz des Schreckens" um die Ohren gehauen und u.a. den Anstieg von Sexualdelikten kritisiert. Und er attestierte dem Minister mangelnden Realitätssinn:

"Der CSU-Minister muss endlich aufhören, diese Bankrotterklärung der Sicherheitslage als Erfolg für ein angeblich sicheres Bayern schönzureden."
 
Bystron wagte es damit allen Ernstes, die Heilige Kuh Bayerns - die Innere Sicherheit - an den Hörnern zu packen, schließlich heitßt es im Vorwort der PKS:

"...die Innere Sicherheit auf hohem Niveau zu gewährleisten, gehört seit jeher zum Markenkern des Freistaates Bayern. Die vorliegende Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 beweist das eindrucksvoll."
Also, bei der Heiligen Kuh hört der Spaß auf! Da sieht der Innenminister rot. Die Kritik sei Humbug. Humbuuuuug! Manipulation! Wahrheitsverzerrung! Entlarvung der AfD!

Die Journalisten schreiben brav mit - und Dank "copy + paste" geht die Meldung ruckzuck ans Volk. Bei der Abendzeitung mit dem Titel "Bayern ist sicherer geworden - trotz Flüchtlingen". Der GEZ-finanzierte Bayerische Rundfunk ergänzt seinen Online-Text mit dem oben stehenden Zitat-Bildchen auf Facebook.

Fakten gegen #Fakenews
 
Da es eigentlich die Aufgabe von Journalisten ist, vor dem Tippen eines Beitrages die Fakten zu prüfen - dies im Falle der genannten Meldungen offensichtlich jedoch nicht erfolgte - übernehme ich einmal diesen Part und untersuche anhand der PKS und der Entwicklung der Kriminalität in Bayern, was nun wirklich Sache ist.

In meinem voherigen Artikel zur explodierenden "Flüchtlings"-Kriminalität bin ich bereits kurz auf die bayerische Kriminalstatistik eingegangen. Hier die Fakten auf einen Blick:

1. Höchste Opferzahl seit 10 Jahren und damit das höchste Risiko in einer Dekade, Opfer einer Straftat zu werden


Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist einer der wichtigsten Parameter bei der Beurteilung von "Sicherheit". Das Opferrisiko war 2016 das höchste seit 10 Jahren, was die Headline der Abendzeitung, Bayern sei sicherer geworden, als #Fakenews entlarvt.

2. Kriminalität der Deutschen sinkt, Kriminalität der Zuwanderer ("Flüchtlinge" ) explodiert

Doch worauf beruht diese Entwicklung? Die Antwort ist einfach: Während in fast allen Deliktbereichen die absolute Zahl und/oder der Anteil tatbeteiligter Deutscher sank, ist die Kriminalität der Zuwanderer (="Flüchtlinge" ) drastisch gestiegen. So hat sich in den letzten fünf Jahren die Zahl der durch Zuwanderer begangenen Straftaten um 500% erhöht und stieg allein zwischen 2015 und 2016 um knapp 55% an:



Die Zahl der Opfer, die durch kriminelle Zuwanderer (="Flüchtlinge" ) produziert wird, liegt dabei weit über dem Durchschnitt, denn während es sich insgesamt bei rund 26% aller Tatverdächtigen um Intensiv- und Mehrfachtäter handelt, sind über die Hälfte der tatverdächtigen Zuwanderer Mehrfach- und Intensivtäter:


Wer - wie wohl die Praktikanten beim Bayerischen Rundfunk - tatsächlich glaubt, die Deutschen seien am kriminellsten, weil sie als mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe auch die meisten Tatverdächtigen stellen, den bitte ich einen Blick auf dieses Vergleichsschaubild zu werfen, das die relative Kriminalität*** der Deutschen/Ausländer/Zuwanderer pro 100.000 Einwohner zeigt:

Der Faktor zwischen Deutschen und Zuwanderern beträgt 8,7. Zuwanderer waren 2016 in Bayern mithin fast neun Mal krimineller als Deutsche.

3. Gewaltkriminalität: Anteil deutscher Tatbeteiligter sinkt um sieben Prozent, während er bei den Zuwanderern um knapp 100% steigt



Das Schaubild zeigt die Unterschiede des Anteils der tatverdächtigen Deutschen/Ausländer/Zuwanderer pro 100.000 Einwohner der jeweiligen Gruppe:


Der Faktor zwischen Deutschen und Zuwanderern beträgt knapp 22. In zwei gleich großen Gruppen kommen demnach auf 100 deutsche tatverdächtige Gewaltkriminelle knapp 2200 gewaltkriminelle Zuwanderer. Zuwanderer waren mithin im Bereich der Gewaltkriminalität 22 Mal krimineller als Deutsche (einschließlich krimineller Deutscher mit Migrationshintergrund und Doppelpass-Inhaber).

4. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: Anteil deutscher Tatbeteiligter sinkt um 4,5 Prozent, während er sich bei den Zuwanderern fast verdoppelt:

Und hier die bildliche Darstellung der Kriminalität von Deutschen/Ausländern/Zuwanderern bei Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung je 100.000 Einwohner:



Der Faktor zwischen Deutschen und Zuwanderern beträgt knapp 9,4.

In zwei gleich großen Gruppen kommen demnach auf 100 deutsche tatverdächtige Sexualstraftäter 940 tatverdächtige Zuwanderer. Zuwanderer waren also fast 10 Mal krimineller im Bereich der sexualisierten Gewalt als Deutsche.

Hinzu kommen 150% mehr Beleidigungen auf sexueller Grundlage durch Zuwanderer (Anstieg der Tatverdächtigen von 182 im Jahr 2015 auf 440 im Jahr 2016). 

Diese Taten umfassen alle sexualisierten "Grabsch-Attacken", sexuelle Belästigungen etc., die noch nicht den Tatbestand der sexuellen Nötigung erfüllen. Diese Taten werden statistisch nicht als Sexualdelikte erfasst, beeinflussen aber im täglichen Leben das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität insbesondere der weiblichen Bevölkerung enorm.

Fazit

Wie im gesamten Bundesgebiet ist auch in Bayern die Kriminalität der Deutschen (und zwar inklusive der kriminellen Deutschen mit Migrationshintergrund und der Doppelpass-Inhaber) erneut gesunken, während die Kriminalität der Ausländer, insbesondere der Zuwanderer drastisch gestiegen ist.

Von einer vergleichsweise kleinen aber hochkriminellen, gewalttätigen Gruppe geht also eine je nach Delikten extreme Kriminalität aus. 

Die Schlagzahl, mit der diese Gruppe Verbrechen verübt, ist um ein vielfaches höher als die der Deutschen und ist 2016 noch einmal kräftig gestiegen gegenüber dem Vorjahr. 

Und genau DAS führt zur realen, wachsenden Unsicherheit der Bevölkerung - und aus diesem Grunde hat Petrer Bystron Recht, wenn er von einer "Bilanz des Schreckens" spricht und den massiven Anstieg der Kriminalität - mithin der Kriminalität der Zuwanderer - als Bankrotterklärung der Sicherheitslage wertet.
Also, Herr Minister Herrmann, einzig Ihr Versuch der Schönfärberei ist Humbug. Humbuuuug!


Zugabe

Wie und warum die Kriminalität der Zuwanderer massiv steigen und die Gesamtkriminalität dennoch stabil bleiben oder sogar sinken kann, verdeutliche ich mal mit einem Fabel(haften) Vergleich:




Von Schlafschafen und Wölfen im Schafspelz

Auf einer Weide leben eine Million Schlafschafe in einer recht friedlichen Herde. Davon werden im ersten Jahr 2,5% kriminell und begehen 25.000 Schaftaten. Im zweiten Jahr werden nur noch 2% kriminell. Sie begehen 20.000 Schaftaten - was einen Rückgang von 5.000 Schaftaten bedeutet. 

Die Kriminalität der Schlafschafe ist im zweiten Jahr gesunken. Auf der Weide könnte es also noch friedlicher und sicherer sein.
Die Schlafschafe teilen sich ihre Weide auch mit 100.000 schwarzen Schafen aus aller Welt und von den direkten Nachbarweiden. Von den schwarzen Schafen sind im ersten Jahr 5% kriminell. Sie verüben 5.000 Schaftaten und sind damit bereits doppelt so kriminell wie die Schlafschafe, von denen ja nur 2,5% kriminell sind. 

Im zweiten Jahr begehen sie 7.500 Schaftaten, also 2.500 mehr als im Vorjahr. Ihre Kriminalität ist um 50% gestiegen - von 5% auf 7,5% - und dennoch ist die gesamte Kriminalität auf der Weide gesunken, von 30.000 Schaftaten im ersten Jahr auf 27.500 Schaftaten im zweiten Jahr.

Wehe den Schlafschafen, wenn das Leit-Schlafschaf seinen Job nicht macht...

Wenn sich das Leit-Schlafschaf nun darüber freut, dass die Zahl der Schaftaten insgesamt zurückgegangen ist - es aber in seinem Harmoniebedürfnis versäumt, den steigenden Schaftaten der schwarzen Schafe angemessen zu begegnen und seine Schlafschafe vor weiteren Schaftaten zu schützen, wird das mittel- und langfristig das friedliche Nebeneinander-Grasen gefährden.
Nun gibt es noch eine weitere Gruppe, die sich unter die Herde gemischt hat und jetzt für Aufregung sorgt: Die Wölfe im Schafspelz. 

Das sind zwar nur 10.000 und damit im Verhältnis zur gesamten Herde relativ wenige, aber unter ihnen befinden sich immerhin 10% Kriminelle - und damit doppelt so viele wie unter den schwarzen Schafen und drei Mal mehr als unter den Schlafschafen.
Sie genießen zwar das saftige Gras der Schlafschaf-Weide, halten aber von den Regeln und Normen der Schlafschafe recht wenig. Sie verachten sie im Grunde und begehen im ersten Jahr 1.000 Schaftaten. 

Im zweiten Jahr kommen noch einmal 5.000 Wölfe im Schafspelz dazu. 

Jetzt verüben sie schon 2.250 Schaftaten und damit mehr als doppelt so viele wie im ersten Jahr, schon 15% aller Wölfe im Schafspelz sind kriminell, 50% mehr als im Vorjahr. Selbst wenn sie von den Polizei-Schafen bei ihren Schaftaten erwischt werden, haben sie kaum etwas zu befürchten.

Zusammen mit den schwarzen Schafen haben sie die gesunkene Zahl der Schaftaten der Schlafschafe mit ihrer wesentlich höheren Kriminalität fast komplett aufgehoben.

Angst und Sorge um die Sicherheit und Zukunft der Weide macht sich deshalb bei immer mehr Schlafschafen breit. Sie erkennen die große Gefahr, die von den so viel kriminelleren Wölfen im Schafspelz ausgeht und sehen die Herde auf eine Katastrophe zusteuern, wenn weitere Wölfe im Schafspelz der Weide zugeführt werden. Sie wollen daher keine mehr auf ihre Weide lassen und ermahnen das Leit-Schlafschaf, dafür Sorge zu tragen.

Aber das Leit-Schlafschaf stampft nur mit den Hufen auf und blökt die besorgten Schlafschafe an, sie seien böse Schafe, weil sie wohl etwas gegen eine bunte Vielfalt auf der Weide hätten.

Die Weide sei sicherer geworden! Denn obwohl 5.000 neue Wölfe im Schafspelz hinzugekommen sind, sei die Kriminalität auf der Weide sogar gesunken - von 31.000 Schaftaten im ersten Jahr auf 29.750 Schaftaten im zweiten Jahr...


 Wie diese Zahlen und Vergleiche ermittelt werden, erläutere ich in meiner umfangreichen Abhandlung zur Flüchtlingskriminalität, S. 14/15 Fotos: (c) Screenshot Facebook BR24, Pixabay.com - Creative Commons CCo.; Schaubilder: Bayerische Kriminalstatistik 2016 (5), privat (2)