Fürstin Gloria "erwartet" düstere Zukunft

Die Herrin von Schloss Sankt Emmeram in Regensburg wähnt Deutschland auf dem direkten Weg in die nächste Diktatur. 

Gloria von Thurn und Taxis vor der Eröffnung der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele 2016 im Innenhof des Fürstenschlosses St. Emmeram in Regensburg Foto: dpa

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (56) sieht pessimistisch in die Zukunft Deutschlands. „Ich glaube, dass wir ganz stramm in die nächste Diktatur gehen“, sagte sie dem Magazin „Theo“ (5/2016). „Und zwar eine Wohlstandsdiktatur, das Über-Betreutwerden wird zunehmen, betreutes Essen, betreutes Trinken, betreutes Denken.“ 

Das merkten die Leute gar nicht; alle befänden sich „in einem kollektiven Wohlbefinden“, so die Fürstin. Gegen jegliches Unwohlsein gebe es Arzneien und Lifestyle-Drogen. „Wir nähern uns immer mehr der von Huxley beschriebenen schönen neuen Welt.“ 

Der britische Autor Aldous Huxley (1894-1963) zeichnet in seinem 1932 erschienenen Roman „Schöne neue Welt“ das düstere Zukunftsbild einer automatisierten und technisierten Welt ohne Humanität, in der Religion, Kunst, Liebe, Familie, freies Denken und Emotionen überflüssig sind und eine Glückspille die Menschen zufrieden machen soll. 

Die Fürstin kritisierte auch die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Diese habe das Thema „schlecht kommuniziert“. Der Bürger sei es gewohnt, in alles mit einbezogen zu werden. „Und gerade in dieser wichtigen Flüchtlingsfrage musste alles schnell gehen, wurden hastige Entschlüsse gefasst.“


Wir beschäftigen uns heute ständig mit Fragen, die mit unserem Kulturkreis gar nichts zu tun haben: welches Kopftuch, welche Vollverschleierung, welches Badekostüm etc.“
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
 

Auf die Frage, inwieweit sich Deutschland in der Flüchtlingskrise verändert habe, sagte die bekennende Katholikin: „Wir beschäftigen uns heute ständig mit Fragen, die mit unserem Kulturkreis gar nichts zu tun haben: welches Kopftuch, welche Vollverschleierung, welches Badekostüm etc.“ 

Die Herrin von Schloss Sankt Emmeram in Regensburg sagte, sie sei sehr zufrieden und glücklich. Zugleich machten ihr aber die Veränderungen, denen die Deutschen in so kurzer Zeit ausgesetzt seien und deren Konsequenzen für das Land noch niemand kenne, „Sorgen und zu einem gewissen Grad auch Angst“


Fürstin Gloria "erwartet" düstere Zukunft Fürstin Gloria "erwartet" düstere Zukunft Reviewed by Jura on Dezember 17, 2016 Rating: 5

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