Kurznachrichten

Bautzen: Einheimische vertreiben aggressive Asylanten aus der Innenstadt



Am Donnerstag kam es in Bautzen zu Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Asylanten, nachdem die Polizei die beiden Gruppen getrennt hatte, wurden die Beamten von den vorgeblichen „Flüchtlingen“ angegriffen. Vorher hatten die Asylbewerber die Einheimischen provoziert, erst vor einigen Tagen war ein 32jähriger Bautzener mit einem Flaschenwurf von einem Asylanten attackiert und schwer verletzt worden.
 
„Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, standen sich am Mittwochabend auf einem Platz rund 80 gewaltbereite Männer und Frauen – zum Großteil aus dem politisch rechten Spektrum – sowie 20 junge Asylbewerber gegenüber. Zwischen beiden Lagern kam es zu verbalen und tätlichen Übergriffen. Die Einheimischen skandierten Parolen, wonach Bautzen und der Kornmarkt den Deutschen gehören würde. Es seien Flaschen geworfen worden, berichteten Zeugen. Ein Großaufgebot von rund 100 Polizisten trennte die Gruppen und forderte sie auf, den Platz zu verlassen.  

Aus der Reihe der Asylsuchenden wurden die Beamten den Angaben zufolge unter anderem mit Flaschen und Holzlatten beworfen

Die Beamten setzten Pfefferspray und Stöcke ein. Die Asylbewerber verließen daraufhin den Kornmarkt und zogen durch die Innenstadt in Richtung der Friedensbrücke. Die Einheimischen teilten sich auf und folgten ihnen. Die Polizei versuchte, die beiden Gruppen voneinander getrennt zu halten. Dafür wurden auch Einsatzkräfte der Bundespolizei sowie Polizisten aus Dresden, Leipzig und Zwickau angefordert.“, faßt die F.A.Z. die Ereignisse der Nacht zusammen.

Danach bewegten sich die beiden Gruppen zu einer Asylantenunterkunft in der Dresdener Straße, wo die Polizei das Asylheim sicherte. Auch vor drei weiteren Flüchtlingsunterkünften in Dresden gingen Einsatzkräfte in Stellung.

„In der Unterkunft an der Dresdner Straße befand sich auch ein 18-jähriger Marokkaner mit Schnittverletzungen an den Armen. Woher diese stammten, ist bisher noch nicht geklärt. Die Polizei forderte einen Rettungswagen an, um den Verletzten in Krankenhaus zu bringen. 

Doch mehrere Männer aus dem rechten politischen Spektrum blockierten den Rettungswagen an der Friedensbrücke und bewarfen ihn mit Steinen. Die Sanitäter beendeten daraufhin den Einsatz. Erst nach einer zweiten Alarmierung erreichte ein Rettungswagen unter Polizeischutz die Asylbewerberunterkunft“, so die F.A.Z. weiter.

Im Laufe der Nacht zogen die aufgebrachten Einheimischen sich zurück, die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung.
Inzwischen verlautbarte die Polizei, „Auslöser der Tätlichkeiten sollen den Angaben nach Asylsuchende gewesen sein“. (sp)