Kurznachrichten

„Wir sind im Krieg“. Was klargestellt werden muß.


Dieser Tage, wie bevorzugt nach besonders schlimmen Terroranschlägen in der Vergangenheit, ist sie wieder öfter zu hören, die markige Feststellung: „Wir sind im Krieg.“ Aber das ist Unfug.

 von Karl Richter

Denn in einem Krieg, wie ihn etwa unsere Väter und Großväter noch kannten, bekommt man von seiner Regierung die bestmögliche Ausbildung und Ausrüstung, um möglichst sieg- und erfolgreich zu sein. Auch zieht man in einen „echten“ Krieg – zumindest war das früher so – in dem Bewußtsein, daß man der eigenen Staatsführung trauen kann, die wiederum alles an den Sieg der eigenen Seite setzt.

Das alles ist aber derzeit nicht so. Wir haben keine Regierung, der wir vertrauen können, sondern wir werden von der Verwaltung eines Schlachthauses regiert, die uns schädigt, in den Rücken fällt, unseren möglichen Widerstand sabotiert, wo irgend sie kann. Die es mit perversem Erfolg einrichtete, daß der Feind heute nicht außerhalb unserer Grenzen, sondern mitten unter uns auf der Lauer liegt. 

Die Wahrheit ist, daß wir nach jedem weiteren Anschlag absurderweise von unserer eigenen Regierung noch weiter entwaffnet werden. Wir bekommen von „unserer“ Regierung, bildlich gesprochen, noch nicht einmal Holzgewehre, sondern sie nimmt uns auch noch die Zahnstocher weg und stellt ihren Besitz unter Strafe. Wir werden, für jeden erkennbar, vorsätzlich zum Schlachtvieh präpariert: wehrlos, ahnungslos, hilflos. Das ist die nackte Wahrheit.

Deshalb lehne ich es persönlich auch ab, mich entweder von Politikern oder auch von aktivistisch gestimmten Gleichgesinnten in einen „Krieg“ hineinfaseln zu lassen, der nicht einmal eine Karikatur davon ist. Sollte es demnächst noch einer werden, bin ich dabei.