Vertraut & gängig: Facebook unterdrückt konservative "News"

Vorwürfe der ehemaligen Mitarbeiter und Insider sind brisant: Facebook betrügt seine eigenen Nutzer.

Facebook färbt sich politisch ein: Ehemalige Mitarbeiter berichten, dass über die eingebaute »Trending«-Funktion kräftig manipuliert wird. Die Nutzer bekommen keine News mehr aus dem konservativen Spektrum mehr zu sehen – so einfach kann jetzt Zensur sein. Facebook bestreitet die Vorwürfe.

Für hunderte Millionen Menschen ist Facebook die Nachrichtenquelle Nummer eins. Das Fieberthermometer dieser riesigen Gemeinde ist die »Trending«-Funktion: Welche Themen sind beliebt, welche werden besonders oft geteilt, was muss ich unbedingt lesen? Facebook zeigt es uns – oder auch nicht. Mehrere ehemalige Facebook-Mitarbeiter plauderten jetzt beim Newsportal Gizmondo aus dem Nähkästchen. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen Marc Zuckerbergs bunten Social-Media-Vergnügungspark: Die »Trending«-Funktion wird politisch streng gefiltert. 

Sie zeigt nicht wirklich die beliebtesten Themen, sondern lässt das konservative Spektrum regelmäßig unter den Tisch fallen. Und was wir nicht mehr sehen, das existiert im Netz auch nicht … In der kalifornischen Facebook-Zentrale sitzen sogenannte Newskuratoren. Sie sollen eigentlich die beliebtesten News mit kurzen Anreißern und kleinen Bildern aufpeppen. Die laufen dann bei den 1,6 Milliarden Facebook-Nutzern durch die »Trending«-Spalte.

Die Kuratoren tun aber noch einiges mehr. Sie führten offenbar interne Weisungen von Facebook-Managern aus: bitte manipulieren. Sie mussten Vorgesetzte fragen, was überhaupt erscheinen darf. Die Kuratoren schummelten Themen, die kein Trend waren, in die »Trending«-Spalte. Etwa Berichte über die Anti-Rassismus-Bewegung »Black Lives Matter«. Das geschah wohl mit einem Programm namens »Injection Tool«, über das die Facebook-Nutzer politisch geimpft werden. 

Themen aus dem politisch eher rechten Lager kamen ironischerweise nicht in die Spalte am rechten Bildschirmrand. Sie wurden einfach ausgeblendet, obwohl Abertausende von Nutzern sie auf der Plattform wie wild teilten. Politiker wie Mitt Romney, Rand Paul oder die jährlicheCPAC-Konferenz der Konservativen sollen der Zensurschere laut den ehemaligen Mitarbeitern zum Opfer gefallen sein. 

Konservative Internetmedien wie Breitbart, Washington Examiner und Newsmax wurden demnach kategorisch herausgefiltert – wenn sie etwas anderes berichteten als der Mainstream bei BBC, CNN und New York Times. Daneben traf die Zuckerberg-Zensur wohl auch Themen über Facebook selbst.

Politische Agenda: Facebook keine neutrale Plattform

Die Vorwürfe der ehemaligen Mitarbeiter und Insider sind brisant: Facebook betrügt seine eigenen Nutzer. Das soziale Netzwerk erweckt nämlich den Eindruck, dass die Auswahl der »Trending«-Themenautomatisiert und tatsächlich anhand der Beliebtheit geschieht:

»Unter ›Topaktuell‹ siehst du eine Liste mit Themen und Hashtags, die vor Kurzem auf Facebook zu den beliebtesten gehörten. Diese Liste wird auf Basis verschiedener Faktoren personalisiert, darunter Seiten, die du mit ›Gefällt mir‹ markiert hast, dein Standort und beliebte Themen auf Facebook.«

Von Facebook-Kuratoren, die nach politischer Agenda zensieren, steht dort kein Wort. Inzwischen hat Facebook die Aussagen seiner eigenen Ex-Mitarbeiter bestritten. Ein Sprecher sagte: »UnsereRegeln erlauben nicht die Unterdrückung von politischen Perspektiven.« Der Zensurskandal ist gerade jetzt brisant: Amerika befindet sich im heißesten Präsidentschaftswahlkampf seiner Geschichte. 

Das politische Establishment ist fassungslos über die Erfolge von Donald Trump. Er wird von den Stimmen des konservativen Lagers von Sieg zu Sieg getragen. Genau diese Konservativen werden jetzt bei Facebook offenbar kategorisch wegzensiert. 

Marc Zuckerberg attackierte am 18. April Trump in einer öffentlichen Rede auf einer Konferenz in San Francisco. Ein anonymer Facebook-Mitarbeiter veröffentlichte dazu auch eine entlarvende Umfrage in der Firma. Dort wird abgestimmt, über was man mit Zuckerberg reden will. 

Eine dieser Fragen hieß: »Was kann Facebook tun, um einen Präsidenten Trump 2017 zu verhindern?«
Nun, offenbar tut man schon einiges dafür. Mit seinen 1,6 Milliarden Mitgliedern kann Facebook diesen Wahlkampf entscheidend beeinflussen – und sonst auch jede andere Wahl auf der Welt.

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