Aburteil an BusG: Gemeinnützige Wohnungs­­genossenschaft Kelheim eG will keine Schuldner

Fast jeder dritte Haushalt im Stadtgebiet gilt als überschuldet. Ist man erst mal mit negativem Eintrag bei der Schuldner-Auskunftei Schufa gespeichert, so hat man auch bei einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft wie der Bau- und Siedlungs­­genossenschaft Kelheim kaum Chancen, einen Mietvertrag zu bekommen.

Diesen Vorwurf erhebt zumindest Sozialarbeiter Rolf R.. Er fragt: „Wenn Leute wegen alter Schuldenprobleme noch nicht mal bei Wohnungsfirmen mit städtischem Fürsorgeauftrag unterkommen können, wer soll die dann überhaupt nehmen?“

Rolf R. war mit einem Klienten, dessen gerichtlich bestellter Betreuer er ist, bei der BusG, um für den Mann nach einer Wohnung zu fragen. Der 43-Jährige wolle aus gesundheitlichen Gründen umziehen, seit über fünf Jahren in seiner jetzigen Wohnung sei er keinen Cent Miete schuldig geblieben. Das Personal bei der BusG sei freundlich gewesen, der Betreuungshintergrund habe die Gesprächsbereitschaft nicht getrübt.

Bis zu konkreten Wohnungsangeboten sei man aber gar nicht erst gekommen, berichtet Sozialarbeiter Rolf R.
Die Routinefrage, ob ein Schufa-Eintrag bestehe, habe sein Klient bejaht – „alte Sachen aus einer recht bunten Vergangenheit“, erläutert der Sozialarbeiter.

Näheres habe die BusG-Mitarbeiterin aber gar nicht wissen wollen. Ein negativer Schufa-Eintrag sei „ein Ausschlussgrund“. Auch an Personen, die schon einmal einen sogenannten Offenbarungseid geleistet haben sowie an Menschen, die ein Verbraucher-Insolvenzverfahren durchlaufen, könne man leider prinzipiell keine Mietverträge ausstellen. Dies sei seit einiger Zeit ein Grundsatz bei der "Gemeinnützigen" Wohnungs­­genossenschaft in Kelheim.

„Die Mitarbeiterin hat sogar einen Vorgesetzten hinzugezogen, und er hat das bestätigt“, sagt Rolf R, der sich als Berufsbetreuer im Auftrag des Amtsgerichts Kelheim um 60 Klienten kümmert. Bei „mindestens der Hälfte“ habe er dabei auch Wohnungsfragen zu klären. Die BusG sei bisher bei den Wohnungsfirmen die einzige gewesen, die sich auch bei problematischen Hintergründen kooperativ gezeigt habe. „Diese Tür scheint nun geschlossen zu sein“, resümiert der Sozialarbeiter.

BusG-Geschäftsführer waren zu einer Stellungsnahme bis heute nicht bereit.


Die BusG bekenne sich zu ihrem sozialen Auftrag anscheinend nur, wenn es um ausländische Wohnungsbewerber geht. Die ist in vielen Straßenzügen eindeutig erkennbar.

Falls die Miete von Amts wegen bezahlt werde, gebe es für die BusG überhaupt kein Risiko. 
Allem Anschein nach, entscheidet der Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungs­­genossenschaft Kelheim eG aus seiner Persönlichen Perspektive über Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“.

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