Schuldkult total: Gedenktafel für alliierte Bomberpiloten auf Usedom

Im August 1943 bombardierten die Briten erstmals die Insel Usedom. Dabei kamen 2000 Menschen, größtenteils Zivilisten, ums Leben. Da es sich nur um Deutsche handelte, hält sich die offizielle Trauer im BRD-System in Grenzen.



Die Sache wäre schon längst abgehakt und vergessen, wenn es nicht auch zu wirklich traurigen Verlusten gekommen wäre. Es wurden nämlich 41 Bomber abgeschossen, wobei 246 „Befreier“ getötet wurden. 

Jawohl, Befreier. Der Vorsitzende des „Deutsch-Polnischen Kulturforums“, Günther Jikeli (SPD), wörtlich: “Ich sehe keinen Grund, nicht an die Opfer unter den britischen Piloten zu denken. Die Angreifer waren damals die Feinde von Deutschland, aber aus heutiger Sicht unsere Befreier. Wir sollten auf der Insel gemeinsam der NS-Opfer gedenken. Nazis waren für mich allerdings keine Opfer“. (Quelle: Ostseezeitung 1.7.2015).

Jetzt ist man auf der Suche nach einem „würdigen Platz“ für eine Gedenktafel für Männer, die Tod und Vernichtung über Tausende Deutsche brachten. Darauf wird wahrscheinlich stehen: „In tiefer Dankbarkeit. Ihr hättet ruhig noch mehr Deutsche, sprich Nazis, umbringen können!“ 

Daß irgendwo in Großbritannien eine Gedenktafel für deutsche Bomberpiloten, etwa in Coventry, zu finden ist, darf bezweifelt werden.

Dort errichtet man Bomber Harris Denkmäler. Gewisse Formen der politischen Gehirnerweichung finden sich eben nur in der BRD.
Schuldkult total: Gedenktafel für alliierte Bomberpiloten auf Usedom Schuldkult total: Gedenktafel für alliierte Bomberpiloten auf Usedom Reviewed by Jura on Juli 11, 2015 Rating: 5

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