Kurznachrichten

Das Arbeitsamt und der tägliche Betrug

Mit den Zahlen. Gut, sagt da gleich mancher, die Feststellungen über Statistik im Allgemeinen und bundesdeutsche im Besonderen sind Legion. Aber – trotzdem zeugt es doch von einem Restbestand an deutscher Findigkeit, wenn auch nurmehr vor allem in übernommenen anglikanischen Betätigungsfeldern und Manier. 


Die BfA-Meldungen “bewiesen” ja im Sommer (Mai-Juni) einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen von 60.000 Stück. Oha – Deutschland und Konjunktur im Aufwind; mal nichts von Problemen mit nicht absetzbaren Waren ins boykottierte Rußland; Gott sei Dank! Man wunderte sich in der ersten Reihe sitzend , gar das zweite Auge aufreißend.

Noch nie war Deutschland so wertvoll wie heute!
 
So die Botschaft und parallel dazu neue Schübe der Schulden- und Risikoverlagerung zur EZB und ihren Rettungsballons, von Banken, Südstaaten und sogar EU-Haushalt. Wenn die Länder keine höheren Beiträge nach Brüssel berappen können oder wollen – was macht das schon? Da holt sich der frisch gebackene Juncker-ZK-Sekretär eben das notwendige Geld auch aus diesen Ballons. Die sind ja soo tragfähig: Einfach noch’n bißchen Gas rein – und schon steigt er wieder. In ungeahnte stratosphärische Höhen. Und wenn er nicht “explodiiat” wie weiland Werners Versuchsballon, dann wird er’s wohl spätestens an der nächstbesten Mondzacke tun. 


Aber zurück zur BfA-Statistik und ihren Tricksereien. Sie hat “modernisiert” und nunmehr alle Beschäftigten in Behinderten- und Jugendhilfewerkstätten, alle im freiwilligen sozialen Jahr oder freiwilligen Armeedienst mitgezählt. Das bringt satte 400.000 zusätzliche Beschäftigte! Mann, sind wir gut!

Nur Kleingeister sprechen von 340.000 Minus!

 
Genau genommen. Aber das sind Minusseelen, ewige Nörgler, die immer alles ganz übergenau machen. Wir wollen doch das Positive sehen, das Große und Ganze. Und das heißt: Siehste wohl, damit ist belegt, daß die ständig bekritelte Zuwanderung in Deutschland also doch Arbeitsplätze und Aufschwung schafft. Zumindest für die vor der Glotze im Sessel Dahindämmernden…






Quelle: Hans Püschel